Der taiwanische Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat am heutigen Donnerstag (30. Juli) den Vorsitzenden der US-Denkfabrik “Institute for Indo-Pacific Security” Randall G. Schriver im Präsidialamt empfangen. Es ist bereits der zweite Taiwan-Besuch von Schriver innerhalb von 10 Monaten.
Präsident Lai sagte, dieses Jahr markiere sowohl das 250-jährige Gründungsjubiläum der Vereinigten Staaten als auch 30 Jahre der Direktwahl des Präsidenten in Taiwan. Taiwan und die USA würden gemeinsam der Bedeutung von Freiheit und Demokratie gedenken und gemeinsam die Bedeutung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit propagieren. China derweil würde die internationalen Menschenrechte sowie Frieden und Stabilität in der Region schwer beeinträchtigten.
Um die Selbstverteidigungsfähigkeit Taiwans zu erhöhen habe die taiwanische Regierung aktiv ein Sonderverteidigungsbudget vorgelegt und würde jetzt aktiv einen Sonderhaushalt für die Beschaffung von Drohnen vorantreiben. Taiwan freue sich darauf, die Verteidigungszusammenarbeit mit den USA weiter zu vertiefen.
Präsident Lai sagte weiter, die Beziehungen zwischen Taiwan und den USA seien nicht nur im Bereich der Sicherheit eng, sondern auch in der Entwicklung des Wohlstands. Die USA seien mittlerweile der wichtigste Handelspartner Taiwans und Taiwan wiederum der viertgrößte Handelspartner der USA.
Randall Schriver sagte, er habe auf seiner Reise das anhaltende Wirtschaftswachstum Taiwans mit eigenen Augen gesehen. Außerdem habe er einen deutlichen Fortschritt in den Kapazitäten des Militärs und der Küstenwache beobachtet. Die USA seien jedoch trotzdem besorgt darüber, dass China weiter Druck auf Taiwan ausübe. Daher hoffe man, im Rahmen dieses Besuchs in Taiwan Meinungen aus verschiedenen Kreisen einzuholen, um weiter darüber nachzudenken, wie die USA Taiwan dabei unterstützen könnten, den entsprechenden Herausforderungen zu begegnen.