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Ermittlungen gegen chinesische Firmen wegen Abwerbung hochqualifizierter IT-Fachkräfte

05/08/2026 20:01
Redaktion: RTI Deutsch
Das Ermittlungsbüro gab am 5. August bekannt, dass die Staatsanwaltschaften der Bezirke Taipei, Neu-Taipei, Shilin, Taoyuan, Hsinchu und Tainan in Zusammenarbeit mit neun Außenstellen zwischen dem 13. Juli und dem 4. August 17 Fälle illegaler Abwerbung hochqualifizierter IT-Fachkräfte durch chinesische Unternehmen in Taiwan untersucht haben. 64 Objekte wurden durchsucht und 114 Personen befragt. (Foto: Ermittlungsbüro)
Das Ermittlungsbüro gab am 5. August bekannt, dass die Staatsanwaltschaften der Bezirke Taipei, Neu-Taipei, Shilin, Taoyuan, Hsinchu und Tainan in Zusammenarbeit mit neun Außenstellen zwischen dem 13. Juli und dem 4. August 17 Fälle illegaler Abwerbung hochqualifizierter IT-Fachkräfte durch chinesische Unternehmen in Taiwan untersucht haben. 64 Objekte wurden durchsucht und 114 Personen befragt. (Foto: Ermittlungsbüro)

Das taiwanische Ermittlungsbüro (調查局) hat heute (5. August) über Ermittlungen gegen 17 chinesische Unternehmen berichtet. Ihnen wird vorgeworfen, in Taiwan illegal Fachkräfte aus der Hightech-Branche angeworben zu haben. Die Ermittlungen liefen vom 13. Juli bis zum 4. August unter Leitung der Staatsanwaltschaften in Taipei, New Taipei, Shilin, Taoyuan, Hsinchu und Tainan. Beteiligt waren neun Außenstellen des Ermittlungsbüros. Insgesamt wurden 64 Orte durchsucht und 114 Personen befragt.

Das Ermittlungsbüro erklärte, Taiwans Stärke in der Halbleiterproduktion und beim Chipdesign sei ein wichtiger Teil der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Gerade deshalb würden chinesische Firmen gezielt versuchen, taiwanische Fachkräfte abzuwerben. Nach Angaben der Behörde verschleiern solche Firmen ihre Aktivitäten häufig durch scheinbar taiwanische oder ausländische Investoren, nicht genehmigte Büros oder Scheinarbeitsverhältnisse über Personalagenturen. Seit Ende 2020 geht das Untersuchungsbüro nach eigenen Angaben verstärkt gegen solche Fälle vor und hat bereits mehr als 100 Verfahren geführt.


Nach Angaben des Ermittlungsbüros betreffen die Ermittlungen unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter, Mikroelektronik, Batterietechnik und neue Materialien. Genannt wurden unter anderem Actions Technology, Hi-Trend Technology, Wayon Electronics, Vertilite Semiconductor, Goke Microelectronics, Guangdong Cellwise Microelectronics, ACM Research Shanghai und Zhuhai CosMX Battery. 

Nach Angaben der Taipei Times handelt es sich um folgende Unternehmen in folgenden Städten: 

Taipei: Actions Technology (炬芯科技)

Neu-Taipei: Hi-trend Technology (鉅泉光電科技), Beijing Xinmei Interchange Technology (北京新美互通科技), Wayon Electronics (維安電子), Kunting Intelligent Technology (坤廷智能科技), Longcheng Intelligent Display Technology (瓏城智顯科技) und Vertilite Co (縱慧芯光半導體科技)

Taoyuan: Sunnyrain Technology (雨陽電子技術), Aosheng Hi-Tech (澳盛複合材料科技), Goke Microelectronics (國科微電子) und ZTop Mircoelectionics (兆通微電子)Taichung: Xinzhuo Technology (芯卓科技)

Tainan: Guangdong Cellwise Microelectronics (廣東賽微微電子) und Shenzhen Torey Microelectronics Technology (深圳通銳微電子技術)

Kaohsiung: Mysher Technology (麥哲科技)

Hsinchu City: ACM Research (盛美半導體)

Changhua County: Suote Materials Technology (索特材料科技) 

Chiayi County: Zhuhai CosMX Battery (珠海冠宇電池)

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