Die Academia Sinica hat heute (5. August) mitgeteilt, dass ihr Präsident Chen Chien-jen (陳建仁) am 4. August den Generaldirektor der Deutschland-Vertretung in Taiwan (i.e. Deutsches Institut Taipei), Karsten Tietz, sowie den Leiter der Wissenschaftsabteilung, Julian Goldmann, getroffen hat. Bei dem Gespräch ging es um die weitere Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Deutschland in Forschung und Wissenschaft. Beide Seiten wollen den Austausch durch Besuche auf hoher Ebene, internationale Foren und wissenschaftliche Vorträge weiter stärken.
Chen sagte, Taiwan und Deutschland könnten eine Partnerschaft aufbauen, von der beide Seiten profitieren. Er verwies dabei auf wachsende Investitionen taiwanischer Unternehmen in Deutschland und auf eine engere industrielle Zusammenarbeit. Außerdem erwähnte er ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Mai 2025 am Rand der Amtseinführung von Papst Leo XIV. Tietz erklärte, Taiwan und Deutschland hätten bereits eine gute Grundlage für Zusammenarbeit in Bereichen wie Halbleiter, neue Brennstoffzellen, Wasserstoff und Künstliche Intelligenz. Beide Seiten ergänzten sich bei vielen neuen Forschungsthemen gut.
Nach Angaben der Academia Sinica wurde auch über Nachwuchsförderung und Geistes- und Sozialwissenschaften gesprochen. Im September werden Doktoranden des Instituts für Rechtswissenschaften ausgewählt, um an einem dreimonatigen Kurzzeit-Trainingsprogramm am Institut für Sozialpolitik und Sozialrecht der Max-Planck-Gesellschaft teilzunehmen.