Nachdem einige taiwanische Staatsbürger Probleme bei der Einreise nach Uganda hatten, empfiehlt das taiwanische Außenministerium nun Inhabern taiwanischer Pässe, Reisen nach Uganda zu verschieben.
Anfang August seien die Reisepässe von zwei taiwanischen Staatsbürgern am Flughafen Entebbe in der ugandischen Hauptstadt Kampala von Grenzbeamten konfisziert worden. Einer der Personen sei die Einreise verweigert worden.
Das taiwanische Außenministerium hatte damals vermutet, dass die Vorfälle in Verbindung mit der 90-tägigen Pausierung der Ausstellung von Einreisevisa für Bewohner von Uganda und der Demokratischen Republik Kongo stehen könnten. Diese Maßnahme war von Taiwan zum Schutz vor Ebola eingeführt worden.
Am gestrigen Mittwoch (12. August) wurden die Reisepässe dreier taiwanischer Staatsbürger von ugandischen Grenzbeamten konfisziert. Zwar wurde ihnen anschließend die Einreise nach Uganda gestattet, doch wurde ihnen gesagt, sie müssten einen chinesischen Reisepass vorlegen, um ihre taiwanischen Reisepässe zurückzuerhalten. Die Maßnahme wurde mit der „Ein-China-Politik“ Ugandas begründet.
Das taiwanische Außenministerium empfiehlt den vor Ort lebenden Taiwanern, wachsam zu bleiben und engen Kontakt zur taiwanischen Vertretung in Somaliland zu halten.
Es würden sich derzeit etwa 70 taiwanische Staatsangehörige in Uganda aufhalten, darüber seien etwa 35 taiwanische Unternehmen dort ansässig. In den letzten Jahren sei auch die Zahl der Touristen aus Taiwan in Uganda gestiegen.