Die chinesische und die indonesische Marine haben am Mittwoch (12. August) gemeinsam eine “maritime Navigationsübung” in den Gewässern östlich Taiwans abgeschlossen. Das meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am späten Mittwochabend.
Chinas Verteidigungsministerium hatte am Dienstag (11. Juli) angekündigt, dass ein chinesisches Marineschiff und eine indonesische Fregatte Mitte August in den Gewässern östlich Taiwans eine sogenannte Durchfahrtsübung abhalten würden.
Die taiwanische Festlandkommission hatte den Plan in einer Stellungnahme am Dienstagabend als “militärische Provokation” bezeichnet, die Taiwans Souveränität verletze und die regionale Sicherheit gefährde.
Einer Mitteilung des chinesischen Militärs zufolge haben das chinesische Marineschiff Honghe (紅河) sowie die indonesische Fregatte I Gusti Ngurah Rai am Mittwochvormittag eine gemeinsame Übung durchgeführt. Dabei sollen sie maritimen Kommunikation, Formationsmanöver, Nachschub auf See sowie Flottentrennung geübt haben.
Das indonesische Militär wiederum sagte, es habe sich bei der Übung um ein Begegnungsmanöver (PASSEX) gehandelt. Der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber erklärte ein Sprecher der indonesischen Marine, es handele sich dabei um eine “universelle Marinetradition”, die bei der Durchquerung des maritimen Gebietes eines anderen Landes durchgeführt werde. Die I Gusti Ngurah Rai werde auf ihrem Rückweg von einem Besuch in Russland entsprechende Übungen mit Ländern wie China, Japan und der Siebten Flotte der US-Marine durchführen.
Das Nachrichtenmedium Domino Theory berichtete, die I Gusti Ngurah Rai habe am 8. August bereits Übungen mit der japanischen Marine abgehalten.