Taipei – 14. August 2026. Die taiwanische Regierung werde auf einen jüngsten Vorfall, bei dem taiwanischen Staatsbürgern in Uganda ihre Pässe abgenommen und sie aufgefordert wurden, stattdessen chinesische Pässe vorzulegen, nach den Prinzipien der Gleichbehandlung und Gegenseitigkeit reagieren. Das erklärte Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) am heutigen Freitag (14. August).
Drei taiwanische Staatsbürgern wurden am Mittwoch, dem 12. August, von ugandischen Einwanderungsbeamten am Entebbe International Airport ihre Pässe abgenommen. Sie durften schließlich in das Land einreisen. Die Beamten hatten zunächst jedoch verlangt, dass sie ihre chinesischen Pässe vorlegen, bevor ihnen ihre taiwanischen Reisedokumente zurückgegeben würden. Als Begründung verwiesen sie auf die Einhaltung des sogenannten „Ein-China“-Prinzips Ugandas.
Lin erklärte, er habe das taiwanische Vertretungsbüro in Somaliland angewiesen, den Vorfall zu untersuchen. Die Verhandlungen seien noch im Gange.
Zugleich forderte er taiwanische Staatsbürger auf, die Notwendigkeit und die möglichen Risiken einer Reise nach Uganda in naher Zukunft sorgfältig abzuwägen. Personen, die sich derzeit in Uganda aufhielten, sollten besonders wachsam sein und engen Kontakt zum Vertretungsbüro in Somaliland halten.
Lin sagte, wenn Staaten das sogenannte „Ein-China“-Prinzip als Hindernis für die Erteilung von Visa oder die Einreise verwendeten, wirke sich dies zwangsläufig auf die bilateralen Beziehungen aus – insbesondere dann, wenn wirtschaftliche, handelspolitische oder kulturelle Kontakte zwischen den Ländern bestünden.
Er fügte hinzu, dass Taiwan solche Fälle nach den Grundsätzen der Gleichbehandlung und Gegenseitigkeit behandle.