Taipei – 14. August 2026. Taiwans Wirtschaftsministerium erklärte, die Regierung setze ihre Strategie zur Diversifizierung der Energieimporte fort und baue gleichzeitig die Kapazitäten für erneuerbare Energien aus, um eine stabile Versorgung des Landes mit Erdgas und Strom sicherzustellen. Die Erklärung erfolgte am gestrigen Donnerstag (13. August), als Reaktion auf Medienberichte über eine im Juli von WP Intelligence und dem New Lines Institute durchgeführte Simulation einer Lieferkettenkrise in Taiwan.
Nach Angaben des Ministeriums verfolgt Taiwan bei der Energieversorgung seit Langem eine Strategie der diversifizierten Beschaffung und Verteilung. Diese wird durch mittel- und langfristige Lieferverträge, flexible Einkäufe auf dem Spotmarkt sowie Mechanismen zur Lagerhaltung und Bestandsverwaltung ergänzt, um eine unterbrechungsfreie Versorgung sicherzustellen.
Das Ministerium wies darauf hin, dass Taiwan im Jahr 2025 Flüssigerdgas (LNG) aus bis zu 14 Ländern importierte. Die Kohleimporte stammten aus verschiedenen Regionen Asiens, Amerikas und Afrikas, wobei Australien, Indonesien und Kolumbien zu den wichtigsten Lieferländern gehörten.
Darüber hinaus habe die staatliche CPC Corporation, Taiwans Unternehmen für Erdöl, Erdgas und Kraftstoffe, die Beschaffung aus politisch und wirtschaftlich stabilen Regionen mit engen Kooperationsbeziehungen zu Taiwan proaktiv ausgeweitet.
Das Ministerium unterstrich, dass der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien ein zentraler Bestandteil der gesamten Strategie zur Sicherung der Stromversorgung sei. Die Regierung treibe insbesondere die Entwicklung von Windkraft, Solarenergie, Geothermie und Kleinwasserkraft voran, um die Widerstandsfähigkeit der taiwanischen Energieversorgung zu stärken.