Vize-Außenminister François Wu Chih-chung (吳志中) hat am 13. August in Taipei die zweite Delegation der Initiative "European Valued Important Partnership" (EVIP) 2026 bei einem Empfang willkommen geheißen.
Die Delegation besteht aus parlamentarischen Mitarbeitern aus Österreich, der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, Litauen, Montenegro, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei und dem Vereinigten Königreich. Die Delegation besucht Taiwan vom 12. bis zum 21. August.
Wie das Außenministerium am 15. August mitteilte, sagte Vize-Außenminister Wu in seiner Ansprache, dass Taiwan trotz der schwierigen globalen Lage in den vergangenen Jahren weiterhin Frieden und Stabilität aufrechterhalten habe. Taiwans Wirtschaft verzeichne ein beeindruckendes Wachstum. Taiwans Aktienmarkt habe bei der Marktkapitalisierung weltweit den fünften Platz erreicht. Dies zeige die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der taiwanischen Wirtschaft.
Wu sagte, der Erfolg von Taiwans Halbleiterindustrie beruhe auf der langjährigen engen Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa. Insbesondere mit wichtigen europäischen Partnern wie den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und Belgien habe Taiwan enge Partnerschaften im Halbleiterbereich aufgebaut. Angesichts der derzeitigen internationalen Lage sei eine weitere Vertiefung zwischen Taiwan und Europa von entscheidender Bedeutung, um gemeinsam Demokratie, Wohlstand und Sicherheit zu wahren.
Der Leiter der Delegation, Matej Števove, sagte in seiner Ansprache, dass die Delegationsmitglieder zwar aus unterschiedlichen Ländern kämen und unterschiedliche Hintergründe hätten, sie jedoch alle fest von der Bedeutung von Freiheit, Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit überzeugt seien. Angesichts der Expansion autoritärer Staaten und ihrer Versuche, die internationale Ordnung unter anderem durch wirtschaftlichen Zwang herauszufordern, sollte Europa die Zusammenarbeit mit Taiwan in den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Sicherheit weiter vertiefen. Števove würdigte zudem die beeindruckende Entwicklung Taiwans in verschiedenen Bereichen, die der internationalen Gemeinschaft eindrucksvoll die hohe Widerstandsfähigkeit einer Demokratie vor Augen führe. Er freue sich darauf, durch das EVIP-Programm den Austausch und die Partnerschaft zwischen Europa und Taiwan weiter zu vertiefen.
Das EVIP-Programm 2026 konzentriert sich nach Angaben des Außenministeriums auf digitale Governance. Die Teilnehmer sollen ein tieferes Verständnis für Taiwans Fortschritte bei der Förderung demokratischer Regierungsführung, demokratischer Resilienz und einer digitalen Regierungsführung gewinnen. Das Programm ist ein gemeinsames Projekt mit Taiwans Fonds für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (Taiwan International Development Fund, TaiwanICDF).