Taipei – 18. August 2026. Die Inter-Parliamentary Alliance on China (IPAC/zu Deutsch etwa Deutsch Interparlamentarische Allianz zu China) hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie ihre Besorgnis über die ihrer Ansicht nach unangemessenen Forderungen und die Behinderung von Inhabern taiwanischer Reisepässe durch Uganda zum Ausdruck bringt. Der IPAC zufolge stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit politischen Forderungen Chinas. Das taiwanische Außenministerium dankte der IPAC am Dienstag dafür, dass die Allianz sich für Taiwan eingesetzt hat.
Am vergangenen Mittwoch sollen Einwanderungsbeamte an einem ugandischen Flughafen bei der Einreise die Reisepässe von drei taiwanischen Staatsangehörigen einbehalten und von ihnen verlangt haben, chinesische Pässe vorzulegen – entsprechend Ugandas „Ein-China-Politik“.
Daraufhin veröffentlichte die IPAC eine Erklärung, in der die Organisation betonte, dass es sich bei diesem Vorgehen eindeutig um zwanghafte und diskriminierende Maßnahmen handele.
Die willkürliche Zurückweisung gültiger taiwanischer Reisepässe durch Uganda sowie die Forderung, dass Reisende Dokumente vorlegen müssen, die von einer Behörde ausgestellt wurden, die keine Hoheitsgewalt über sie besitzt, verstießen gegen das grundlegende Prinzip der Nichtdiskriminierung, wie es in internationalen Standards für die zivile Luftfahrt festgelegt sei. Dazu gehörten auch die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (International Civil Aviation Organization/ICAO).
Das taiwanische Außenministerium dankte der IPAC und anderen gleichgesinnten Partnern dafür, konkrete Maßnahmen zu ergreifen und sich für Taiwan einzusetzen.
Eric Huang (黃鈞耀), Generaldirektor der Abteilung für europäische Angelegenheiten im taiwanischen Außenministerium, sagte:
„Wir fordern die ugandische Regierung auf, sich der internationalen Realität zu stellen, dass die Souveränität und Unabhängigkeit der Republik China [Taiwan] sowie die Tatsache, dass sie der Volksrepublik China nicht untergeordnet ist, Realität sind. Uganda sollte keine unangemessenen Einreisebeschränkungen aus politischen Gründen verhängen, die den normalen bilateralen Austausch und die Interessen beider Seiten beeinträchtigen.“