Skip to the main content block
::: Hauptseite| Sitemap| Podcasts|
|
Language
Im Fokus
繁體中文 简体中文 English Français Deutsch Indonesian 日本語 한국어 Русский Español ภาษาไทย Tiếng Việt Tagalog Українська Sitemap

Ermittlungsbehörde bestätigt Vorfall: Deutscher Wissenschaftler wurde in Taiwan von mutmaßlicher chinesischer Spionin verfolgt

18/08/2026 19:36
Redaktion: RTI Deutsch
Der deutsche Wissenschaftler Jürgen Kremb im Interview mit Taiwan Plus (Foto: Screenshot von Taiwan Plus)
Der deutsche Wissenschaftler Jürgen Kremb im Interview mit Taiwan Plus (Foto: Screenshot von Taiwan Plus)

Taipei – 18. August 2026. Die Ermittlungsbehörde Taiwans (Investigation Bureau) hat bestätigt, dass der deutsche Wissenschaftler Jürgen Kremb im Mai 2025 während eines Urlaubs in Alishan von einer chinesischen Frau verfolgt wurde und den Vorfall kurz darauf meldete. Zu den Ergebnissen einer anschließenden Untersuchung machte die Behörde jedoch keine Angaben.

Kremb, der inzwischen als Gastwissenschaftler an der Soochow University tätig ist und zu den chinesischen Nachrichtendiensten forscht, war in den 1990er-Jahren als Spiegel-Korrespondent in Peking tätig. 

In einem Interview mit Taiwan Plus im Juni sagte Kremb, dass er die Frau nach seiner Rückkehr von Alishan nach Taipeh bei der Ermittlungsbehörde gemeldet habe.

Die Ermittlungsbehörde bestätigte Krembs Darstellung am Montag. Sie erklärte, nach Eingang seiner Meldung eine Untersuchung eingeleitet zu haben. Einzelheiten zu dem Fall würden jedoch aufgrund der Vertraulichkeit laufender Ermittlungen nicht veröffentlicht.

Die Behörde erklärte allerdings, der Fall zeige, dass China begonnen habe, transnationale Repression zu betreiben. Davon seien nicht nur Chinesen und Taiwaner betroffen, sondern alle, die sich gegen Totalitarismus stellen und sich für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte einsetzen.

In seinem Interview mit Taiwan Plus vom 23. Juni sagte Kremb, er habe Alishan mit Freunden besucht, während er an einem Bericht über chinesische Spionageaktivitäten in Taiwan arbeitete.

Kremb berichtete, dass eine junge asiatische Frau auf die Gruppe zugekommen sei. Sie habe mit einem Akzent gesprochen, den er nicht als taiwanischen, sondern als das bezeichnete, was er als „nordchinesischen Akzent" erkannte.

Nachdem Kremb und seine Freunde in ihr Hotel zurückgekehrt waren, sei er schockiert gewesen, die Frau in der Lobby wiederzusehen. Sie habe dort sehr nahe bei seinem Kollegen gesessen, der mit ihm unterwegs war.

Kremb erinnerte sich, seinem Freund gesagt zu haben: „Hör auf zu telefonieren. Sie ist eine Agentin vom chinesischen Festland.“ Aufgrund seiner früheren Erfahrungen in China habe er den Akzent und das Verhalten der Frau erkennen können, sagte er.

Nach seiner Rückkehr nach Taipeh meldete Kremb den Vorfall bei der Ermittlungsbehörde. Die Behörde zeigte ihm anschließend Überwachungsaufnahmen, die nach Krembs Aussage darauf hindeuteten, dass die Frau ihnen gezielt und geschickt gefolgt war.

Nachdem die Behörde ihre Untersuchung eingeleitet hatte, verließ die Frau laut Kremb zwei Tage später Taiwan.

Die Ermittlungsbehörde kündigte am Montag an, die Zusammenarbeit mit demokratischen Partnern verstärken zu wollen, um der chinesischen transnationalen Repression entgegenzuwirken.

為提供您更好的網站服務,本網站使用cookies。

若您繼續瀏覽網頁即表示您同意我們的cookies政策,進一步了解隱私權政策。 

我了解
00:00
00:00
0.5x 1x 1.5x 2x