Taiwans Außenministerium will innerhalb des nächsten Jahres neue sogenannte Taiwan Zentren für Mandarin-Lernen (englisch "Taiwan Center for Mandarin Learning") in Polen, Deutschland, Frankreich und Tschechien eröffnen. Das sagte der Leiter der Europa-Abteilung im Außenministerium, Huang Jun-yao (黃鈞耀) gestern (18. August) auf Nachfrage von Medien. Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) hatte die Pläne bereits bei einem Besuch in Polen im Juni angekündigt. Nach Angaben Huangs wurde die Umsetzung dem Internationalen Kooperations- und Entwicklungsfonds, kurz ICDF, übertragen. Außenministerium und ICDF bereiteten die Gründung derzeit vor. Ziel sei es, die Sprach- und Kulturbeziehungen zwischen Taiwan und Europa zu vertiefen und Taiwans Präsenz in Europa zu stärken.
Huang erklärte, die Zentren würden je nach Land unterschiedlich organisiert. In Frankreich und Tschechien liefen Gespräche mit wichtigen akademischen und Bildungseinrichtungen vor Ort. In Polen und Deutschland sei dagegen geplant, eigenständige Einrichtungen aufzubauen.
Die Taiwan-Sprachzentren sollen nach Angaben des Außenministeriums als Plattform für Austausch dienen. Sie sollen Begegnungen zwischen Fachkräften, Studierenden und Kulturinteressierten fördern und zugleich Taiwans Soft Power in Europa ausbauen.