Das taiwanische Bildungsministerium (教育部) hat heute (26. August) in einer Pressemeldung mitgeteilt, dass es im August erneut europäische Regierungsvertreter zu einem 12-tägigen Studienprogramm nach Taiwan eingeladen hat, um die Beziehungen zu europäischen Ländern zu vertiefen. Nach Angaben des Ministeriums nahmen 34 Beamte aus 15 europäischen Ländern teil, lernten in intensiven Kursen Mandarin und besuchten auch Industrie-Standorte, um Taiwans Stärken in der Halbleiterbranche und bei Fachkräften kennenzulernen. Organisiert wurde das Programm den Angaben zufolge mit Unterstützung der taiwanischen Bildungsabteilung in Europa, die Ablaufplanung übernahm die National Sun Yat-sen University.
Der stellvertretende Bildungsminister Liu Kuo-wei (劉國偉) erklärte, die Reise solle das Verständnis für Taiwans Entwicklung in Wirtschaft und Handel, Forschung sowie Bildung und Kultur vertiefen und neue Kooperationschancen eröffnen. In einem LinkedIn-Beitrag schrieb Jan De Craemer, Berater im Bildungs- und Ausbildungsressort der belgischen Region Flandern, er habe zusammen mit weiteren Fachleuten aus dem öffentlichen Dienst aus 15 europäischen Ländern am Programm teilgenommen. Er nannte als Programmpunkte Seminare, Expertengespräche und Exkursionen, etwa zu Taiwans politischem System und Industriepolitik, zum Halbleiter-Ökosystem einschließlich eines Besuchs im TSMC Visitor Centre, zu Bildungspolitik und Talentförderung sowie zu Taiwan-EU-Beziehungen und „Smart Cities“ mit Besuchen bei Ministerien, lokalen Behörden und dem Nationalen Entwicklungsrat. De Craemer hob besonders Erkenntnisse zu Mathematikbildung, MINT-Förderung sowie digitaler Bildung und KI hervor, darunter die Taiwan Adaptive Learning Platform (TALP).