Taiwan ist zu Rettungseinsätzen in Nepal nach der verheerenden Sturzflut bereit. Kabinettssprecherin Michelle Lee (李慧芝) sagte heute auf der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung, Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) sei angesichts der Naturkatastrophe und der zahlreichen Todesopfer tief betroffen. Er habe das Außenministerium umgehend angewiesen, über die taiwanische Vertretung vor Ort zu klären, ob Taiwaner betroffen seien. Zudem solle das Außenministerium gemeinsam mit dem Innenministerium den Bedarf an Katastrophenhilfe vor Ort ermitteln.
Richard Liu (劉昆豪), stellvertretender Leiter der Asien-Pazifik-Abteilung des taiwanischen Außenministeriums, sagte, bis heute, Donnerstag, lägen keine Meldungen über betroffene Taiwaner vor. Auch habe Nepal bisher kein Hilfegesuch an Taiwan gerichtet.
Wie der Generaldirektor der Feuerwehrbehörde des Innenministeriums, Hsiao Huang-chang (蕭煥章), mitteilte, sei Taiwan grundsätzlich auf internationale Rettungseinsätze vorbereitet. Bereits gestern habe die Regierung das nationale Such- und Rettungsteam sowie weitere lokale Rettungsteams in Bereitschaft versetzt, um sich auf einen Einsatz vorzubereiten. Sollte ein Hilfegesuch eingehen, könnten die Einsatzkräfte innerhalb von vier Stunden ihre Vorbereitungen abschließen und zu einem humanitären Rettungseinsatz aufbrechen.
Bei der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet kamen nach bisherigen Angaben mehr als 300 Menschen ums Leben, hunderte Menschen werden noch vermisst.