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Falling Walls Lab Taiwan 2026: Junge Forschende aus Taiwan brechen wissenschaftliche Mauern

28/08/2026 15:09
Redaktion: RTI Deutsch
Falling Walls Lab Taiwan 2026 (Foto: Shih-Hsuan Yen, DAAD Informationszentrum Taipei)
Falling Walls Lab Taiwan 2026 (Foto: Shih-Hsuan Yen, DAAD Informationszentrum Taipei)

Beim "Falling Walls Lab Taiwan 2026" haben am Donnerstag (27. August) im Deutschen Institut Taipei junge Forschende und Gründerinnen und Gründer ihre Ideen vorgestellt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Deutschen Institut Taipei, dem DAAD, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, dem National Science and Technology Council (NSTC) und der Technischen Universität Dresden ausgerichtet. Aus mehr als 40 Bewerbungen wurden 20 Teilnehmende für das Finale ausgewählt, 19 traten schließlich an. Sie kamen von neun Universitäten, der Academia Sinica sowie von zwei Start-ups. Beim Falling Walls Lab haben die Teilnehmenden jeweils drei Minuten Zeit, um zu zeigen, welche wissenschaftliche, technische oder gesellschaftliche "Mauer" sie mit ihrer Arbeit überwinden wollen.

Die Erstplatzierte Lilian Lin mit ihrem Beitrag zu "Breaking the Wall of Silent Stroke". (Foto: Shih-Hsuan Yen, DAAD Informationszentrum Taipei)

Den ersten Platz belegte Lilian Lin von Pulxion Medical Technology mit ihrem Beitrag zur Früherkennung eines erhöhten Schlaganfallrisikos ("Breaking the Wall of Silent Stroke"). Dabei sollen feine Veränderungen im Halsbereich mit einer Kamera erfasst und anschließend mithilfe von Künstlicher Intelligenz ausgewertet werden. Ziel ist ein einfacher Test, der nur wenige Minuten dauert und besonders Menschen ohne klare Symptome frühzeitig warnen kann. Den zweiten Platz erreichte Anjali Thakran von der Academia Sinica. Sie stellte einen Ansatz ("Breaking the Wall of the Silicon Ceiling") vor, mit dem Solarzellen effizienter werden könnten, indem Energieverluste durch eine verbesserte Materialschicht reduziert werden. Auf den dritten Platz kam Yu-Chen Huang von der Academia Sinica und der National Taiwan University. Er untersucht, wie Erinnerungen beim Lernen in verschiedenen Hirnregionen verarbeitet werden ("Breaking the Wall of Memory Computation in the Brain"). Seine Forschung könnte langfristig auch neue Ideen für effizientere Lernsysteme in der Künstlichen Intelligenz liefern.

 

Jurymitglied Ya-Yu Chiang von der National Taiwan Universität. (Foto: Shih-Hsuan Yen, DAAD Informationszentrum Taipei)

Die Themen der Beiträge zeigten eine große Bandbreite der Forschungs- und Innovationslandschaft in Taiwan. Sie reichten von KI, Medizintechnik, neuen Diagnose- und Behandlungsmethoden sowie Krebsforschung bis zu Landwirtschaft, Seenotrettung, Umweltfragen und praktischen technischen Lösungen. Über die Platzierungen entschied eine interdisziplinäre Jury aus Wissenschaft, Forschungsförderung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Bewertet wurden vor allem das wissenschaftliche und innovative Potenzial sowie die mögliche Wirkung der Projekte. 

Jurymitglieder und Organisatoren von Falling Walls Lab Taiwan 2026. (Foto: Shih-Hsuan Yen, DAAD Informationszentrum Taipei)

Céline Nauer von der Friedrich-Naumann-Stiftung, die den Juryvorsitz hatte, erklärte, die Vielfalt der Themen sei sehr inspirierend gewesen. Josef Goldberger vom Saxon Science Liaison Office Taiwan sagte, die Qualität der Beiträge habe sich im Vergleich zu früheren Jahren deutlich gesteigert. Julian Goldmann vom Deutschen Institut Taipei hob hervor, das Format zeige jedes Jahr, wie viel Talent in Taiwans Forschungslandschaft stecke und wie wichtig gute Wissenschaftskommunikation für die deutsch-taiwanische Zusammenarbeit sei.

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