Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat auf dem "EU Investment Forum 2026" die Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa betont.
In seiner Ansprache sagte Lai, Taiwan und Europa rückten wirtschaftlich immer enger zusammen und taiwanische Unternehmen investierten zunehmend in Europa. Angesichts des globalen industriellen Wettbewerbs und der Neustrukturierung der Lieferketten äußerte Präsident Lai die Hoffnung, dass Taiwan und Europa ihre jeweiligen Stärken im Halbleiterbereich bündeln und ihre strategische Partnerschaft vertiefen. Zudem sollten Vereinbarungen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zum Investitionsschutz angestrebt werden, um gemeinsam global sicherere, vielfältigere und widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen.
Lai sagte: "Durch die Bündelung der Stärken Taiwans und Europas und den Aufbau einer strategischen Partnerschaft können wir einen noch größeren gemeinsamen Mehrwert schaffen und gemeinsam ein sichereres, diverseres und widerstandsfähigeres globales Halbleiter-Ökosystem aufbauen."
Lai sagte, das bilaterale Handelsvolumen mit der EU habe im vergangenen Jahr 75 Milliarden US-Dollar erreicht. Damit sei die EU Taiwans fünftgrößter Handelspartner. In den vergangenen zehn Jahren seien die taiwanischen Investitionen in der EU gegenüber dem vorangegangenen Zehnjahreszeitraum um 650 Prozent gestiegen.
Man freue sich sehr über die jüngste Ankündigung des taiwanischen Verbands der Elektro- und Elektronikindustrie (Taiwan Electrical and Electronic Manufacturers' Association TEEMA), einen Technologiepark in Polen einzurichten. Dies werde es taiwanischen Unternehmen künftig erleichtern, in der EU zu investieren und mit lokalen Unternehmen zusammenzuarbeiten.
Man freue sich außerdem auf weitere Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa im Bereich globaler Technologien. Morgen beginne die SEMICON Taiwan 2026. Sie werde führende Unternehmen der Halbleiter- und Technologiebranche zusammenbringen, um Kooperationsmöglichkeiten bei KI-Chips und fortschrittlichen Packaging-Technologien auszuloten.
Lai brachte außerdem die Hoffnung zum Ausdruck, dass die europäischen Länder Vereinbarungen mit Taiwan zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zum Investitionsschutz vorantreiben werden.
Mit Blick auf die Zukunft werde Taiwan die enge Zusammenarbeit mit Europa fortsetzen, um stärkere Lieferketten und widerstandsfähigere Volkswirtschaften aufzubauen und gemeinsam einen noch größeren Beitrag zu globalem Wohlstand und nachhaltiger Entwicklung leisten.