Präsident Lai Ching-te (賴清德) ist heute mit einer Delegation italienischer Parlamentsabgeordneter zusammengetroffen.
Die zehnköpfige parteienübergreifende Delegation wird vom Vizepräsidenten des italienischen Senats, Gian Marco Centinaio, geleitet.
Beim Empfang der Delegation wies Lai darauf hin, dass Centinaio Taiwan seit Langem unterstützt und Taiwan bereits zum fünften Mal besucht.
Italien sei derzeit Taiwans viertgrößter Handelspartner innerhalb der Europäischen Union, sagte Lai. Die industriellen Stärken beider Seiten ergänzten sich zudem sehr gut.
Lai wies darauf hin, dass das italienische Parlament Anfang dieses Jahres ein Gesetz verabschiedet habe, das ausländische Kunstwerke und Kulturgüter, die für öffentliche Ausstellungen vorübergehend nach Italien ausgeliehen werden, vor einer Beschlagnahmung schützt. Dies werde den Weg dafür ebnen, dass taiwanische Kulturgüter und Kunstwerke in Italien ausgestellt werden können.
Angesichts der anhaltenden Ausbreitung des Autoritarismus sollten demokratische Länder einander unterstützen, so Lai: "Taiwan wird die Zusammenarbeit mit Italien und anderen gleichgesinnten Partnern fortsetzen, nicht nur um die regelbasierte internationale Ordnung zu wahren, sondern auch um die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Industrie weiter auszubauen."
Centinaio sagte, die Delegation setze sich aus Mitgliedern beider Kammern des italienischen Parlaments sowie aus Abgeordneten der Regierungs- und Oppositionsparteien zusammen und vertrete daher "in jeder Hinsicht ganz Italien".
Viele italienische Parlamentarier, darunter auch er selbst, seien der Ansicht, dass die Unterstützung Taiwans eine Unterstützung der ganzen Welt sei. Er betonte zugleich die Bedeutung der Wahrung des Status quo in der Taiwanstraße. Solange zwei Demokratien Seite an Seite stünden, würden mit Sicherheit größere Erfolge folgen, so Centinaio.
Nach Angaben des taiwanischen Außenministeriums hält sich die Delegation von Montag bis Samstag in Taiwan auf.