Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat am Montag eine Delegation des Verbands für japanisch-taiwanische Freundschaft in der japanischen Präfektur Kanagawa empfangen. Lai dankte dem Verband für seinen langjährigen Einsatz für den Austausch zwischen Taiwan und Japan sowie für die parlamentarische Diplomatie. Er hoffe, dass Taiwan und Kanagawa ihre jeweiligen Stärken nutzen könnten, um gemeinsam sichere und resiliente, von China unabhängige Lieferketten aufzubauen.
Lai sagte: "Taiwan verfügt über Stärken in der Halbleiter- und KI-Fertigung. Kanagawa verfügt über Stärken in Forschung und Entwicklung sowie in der Präzisionsfertigung. Ich bin überzeugt, dass beide Seiten durch eine Ausweitung der Zusammenarbeit künftig gemeinsam sicherere und resilientere 'nicht-rote' Lieferketten aufbauen können."
Verbandspräsident Kenji Nakanishi erklärte in seiner Ansprache, der Verband für japanisch-taiwanische Freundschaft in Kanagawa organisiere jedes Jahr eine Delegationsreise nach Taiwan. Anlässlich seines 60-jährigen Bestehens habe der Verband diesmal eine 60-köpfige Delegation für den Taiwanbesuch zusammengestellt, darunter sechs Abgeordnete des japanischen Unterhauses sowie zahlreiche Vertreter der Zivilgesellschaft. Sie wollten den Austausch mit Taiwan unter anderem in den Bereichen Kultur und Wirtschaft vertiefen. Der Verband plane für den 27. November eine Feier zum 60-jährigen Bestehen in Yokohama.
Nakanishi sagte weiter: "Sowohl Taiwan als auch Japan sind oft von Naturkatastrophen betroffen, seien es Erdbeben oder Taifune. Ich bin sehr dankbar für die langjährige Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zwischen unseren beiden Ländern und hoffe, dass wir unsere Beziehungen künftig weiter vertiefen können."