Taiwans frühere Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) besucht erstmals seit dem Ende ihrer Amtszeit die USA. Am 7. Oktober wird sie an der Stanford University in Kalifornien die Eröffnungsrede einer Konferenz zu Technologie und nationaler Sicherheit halten. Das bestätigte ihr Büro. Veranstalter ist das Gordian Knot Center for National Security Innovation der Universität.
Das Zentrum begründete die Einladung damit, dass Taiwan unter Tsai seine globale Stellung in Schlüsseltechnologien und der Halbleiterfertigung ausgebaut, internationale Partnerschaften vertieft und in Verteidigung und gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit investiert habe. Die Erfahrungen Taiwans berührten zentrale Themen der Konferenz, darunter wirtschaftliche Sicherheit, die Widerstandsfähigkeit von Demokratien und den strategischen Wettbewerb der Großmächte.
Am 8. Oktober spricht Tsai zudem an der Hoover Institution, einer Denkfabrik in Stanford, über Demokratie, Resilienz und globale Sicherheit. Einführen wird sie die frühere US-Außenministerin Condoleezza Rice, anschließend ist ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Larry Diamond geplant.
Tsai von der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) war von 2016 bis 2024 Präsidentin Taiwans, als erste Frau in diesem Amt. Bei ihrem letzten USA-Aufenthalt 2023 hatte sie in Kalifornien den damaligen Präsidenten des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, getroffen. China reagierte darauf mit Militärmanövern rund um Taiwan.