Zwölf Länder weltweit erkennen Taiwan, oder offiziell die Republik China, als Staat an. Nur diese 12 Staaten unterhalten mit Taiwan formelle diplomatische Beziehungen.
Doch zugleich ist Taiwan in einem Maße, wie nur wenige andere Länder, auf internationale Einflussnahme und Sichtbarkeit angewiesen. Denn die Volksrepublik China erhebt auf Taiwan Anspruch und droht diesen falls nötig mit Gewalt durchzusetzen. Alleine ist Taiwan jedoch aller Voraussicht nicht im Stande, sich nachhaltig gegen das übermächtige chinesische Militär durchzusetzen. Wie also kann Taiwan die internationale Gemeinschaft dazu bewegen, China von einer Invasion der Insel direkt oder auch indirekt abzuhalten, wenn Diplomatie im klassischen Sinne keine Option ist? Aus der Sicht der taiwanischen Regierung lautet die Antwort Soft Power. In dieser Ausgabe Kulturpanorama zeige ich kurz auf, wodurch sich Taiwans Soft Power auszeichnet und mache dann auf eine ihrer Formen aufmerksam, die meiner Meinung nach in jüngster Zeit relativ unbemerkt immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.