Der frühere Bürgermeister von Taipei, Ko Wen-je (柯文哲), Gründer und ehemaliger Vorsitzender der Taiwanischen Volkspartei (TPP), wurde am 26. März zu insgesamt 17 Jahren Haft sowie zum Entzug der Bürgerrechte für sechs Jahre verurteilt. Es geht um Korruption in mehreren Fällen, insbesondere im Zusammenhang mit einem Immobilienerweiterungsprojekt. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.
Ko hatte auch bei der Präsidentschaftswahl 2024 kandidiert und 26,46 Prozent der Stimmen erhalten. Im Parlament verfügt die TPP derzeit über acht Sitze.
Ko und seine Unterstützer bezeichneten das Vorgehen und das Urteil als politisch motiviert – sie sehen darin auch den Versuch, eine erneute Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2028 zu verhindern.
Radio Taiwan International sprach mit Professor Chu Chao-hsiang vom Graduierteninstitut für Landesentwicklung und Chinaforschung an der Wenhua-Universität über die politischen Aussichten Ko Wen-jes und der TPP.