Taiwanische Militärdörfer zeugen von einem ganz besonderen Teil der taiwanischen Geschichte. Mit der Kuomingtang kamen in den 40er Jahren fast zwei Millionen Soldaten und Zivilisten nach Taiwan. Die wenigsten von ihnen dachten, dass sie den Rest ihres Lebens hier verbringen würden, und auch ihre Familien auf dem chinesischen Festland erst Jahrzehnte später wieder besuchen können würden.
Zur Unterbringung wurden zum Teil bestehende Siedlungen genutzt, die im Laufe der Zeit oftmals von den Bewohnern eigenhändig ausgebaut wurden. Viele der Männer vom Festland heirateten taiwanische Frauen und gründeten Familien. In den Militärdörfern lebten Menschen aus unterschiedlichen chinesischen Provinzen sowie unterschiedlichen taiwanischen Kulturen auf engstem Raum zusammen und schafften so ihre ganz eigene Kultur.
Fast 900 dieser Dörfer gab es zeitweise, mittlerweile sind weniger als 30 erhalten geblieben – zum Teil auch nur dank engagierter Protesten gegen ihren Abriss. Juliane und Uta stellen euch einige davon vor, die mittlerweile als Museen, Kulturstätten oder anderweitige Touristenattraktionen fungieren.
In der Sendung erwähnt:
Heart Village in Beitou
Home Village im Zhongzheng-Bezirk