Taiwan ist heute Weltführer in der Halbleiterfertigung. Doch bis in die siebziger Jahre, dem Jahrzehnt, in dem der Technologietransfer geschah, der Taiwans Sprung zur Halbleiternation ermöglichte, gab es in ganz Taiwan nur einen fest angestellten Professor mit einem Doktortitel in der theoretischen Physik, also dem Bereich, der das nötige Verständnis für die praktische Anwendung in der Chipfertigung liefert. Dieser Professor war Wolfgang Kroll, ein Deutscher, der zunächst unter Werner Heisenberg studierte und forschte, Deutschland jedoch aufgrund des NS-Regimes verließ und schließlich in Taiwan lebte.