Der öffentliche Raum in Taipei erscheint aus deutscher Perspektive chaotisch durchwachsen. Bürgersteige sind nicht klar abgegrenzt, Motorroller stehen auf Gehwegen, die von allen verwendet werden, jedoch formal zu privatem Grund gehören und überall in den Gassen stellen Anwohner kleine Pflanzentöpfe auf, die sie liebevoll pflegen. Ähnliches gilt für öffentliche Kunst. Sie ist häufig sowohl räumlich als auch gestalterisch zugänglicher als in Deutschland; Kritiker würden sagen, sie ist simpler.
Doch wie hängen diese Unterschiede zwischen Taiwan und Deutschland in der Gestaltung des öffentlichen Raums und der öffentlichen Kunst zusammen und wie sind sie zu erklären?