In der 2. Folge von "De facto, de jure, de Taiwan? – Die Taiwanfrage zwischen Recht, Politik und Identität" richtet Diplomjuristin und Visiting Researcher Vivienne Essig den
Blick auf Taiwans Weg in die Demokratie und auf das politische und rechtliche System der Insel.
Ausgehend von der Frage, wie sich aus einer ehemaligen Militärdiktatur eine der lebendigsten Demokratien Asiens entwickeln konnte, führt die Folge durch Taiwans Verfassungsgeschichte, die Reformen seit den 1990er-Jahren und das besondere System der fünf Yuan. Dabei wird deutlich, dass Demokratie nicht nur aus Institutionen besteht, sondern immer auch von den Menschen getragen und verteidigt werden muss.
Außerdem ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Hsu Yu-Fang von der Soochow Universität als Expertin zu Gast. Im Gespräch gibt sie spannende Einblicke in Taiwans Demokratisierung, die Bedeutung von Verfassungsreformen, aktuelle politische Blockaden und den rechtsvergleichenden Blick zwischen Taiwan und Deutschland.