Im Jahr 1895 wurde Taiwan zur ersten Kolonie des aufstrebenden japanischen Kaiserreichs. Es folgten fünfzig Jahre autoritärer Kolonialherrschaft, in denen sich Taiwan zur sogenannten „Modellkolonie“ entwickeln und die Errungenschaften des Kaiserreichs durch Modernisierung und Bildung demonstrieren sollte.
Die japanische Kolonialzeit war jedoch geprägt von kolonialer Gewalt, erzwungener Assimilation und der Unterdrückung der taiwanischen Gesellschaft und Identität, mit Auswirkungen, die im heutigen Taiwan noch immer spürbar sind.
Gemeinsam mit meinem Kollegen Ilon Huang thematisieren wir in dieser Folge diese Phase der Geschichte und sprechen über die persönlichen Erfahrungen seiner Familie: über seinen Vater und seinen Großvater, die beide unter japanischer Herrschaft lebten.