Jason Chou ist der Direktor der Chou Ta-kuan Stiftung, die nach seinem Bruder benannt ist, der mit 10 Jahren an Krebs starb. Sein Bruder dokumentierte seinen Kampf gegen den Krebs, seine Angst und Hoffnung, die seiner Eltern und den Verlust seines linken Beines in 42 herzzerbrechenden Gedichten und Zeichnungen, die nach seinem Tod in einem Buch veröffentlicht wurden. Das Buch verkaufte sich in Taiwan millionenfach und mit den Einnahmen gründeten die Eltern die Stiftung, mit der sie insbesondere Personen mit Behinderungen und an Krebs erkrankte Personen unterstützen wollten. Die Arbeit der Stiftung hat sich seit ihrer Gründung weiter entwickelt. Heute zeichnet sie mit ihrem „Fervent Love for Live Award“, also dem Preis für die Liebe zum Leben, Leute aus, die trotz herausragend widriger Umstände, gutes für ihre Mitmenschen tun.
In den letzten zwei Ausgaben des Kulturpanoramas habe ich von der Mission der Stiftung und ihrer Geschichte berichtet. In diesem letzten Teil meins Interviews mit dem Stiftungsdirektor Jason Chou geht es um die persönliche Ebene. Jason war acht Jahre alt als sein Bruder starb. Nur ein Jahr Altersunterschied lag zwischen ihnen. Auch lebte er die letzten sechs Monate gemeinsam mit seiner Familie um Krankenhaus, um seinen Bruder zu begleiten.
Die Ursprünge der Stiftung sind also eng mit seinen Kindheitserfahrungen verwoben. Doch als ich Jason vor einigen Monaten zum ersten Mal traf, erzählte mir er, dass er lange Zeit nicht in der Stiftung arbeiten wollte. Erst vor kurzem änderte er seine Meinung und trat die Stelle als Direktor an.
Auf diese persönlichen Erfahrungen und auf die Stiftungsarbeit in China, denn Jason lebt zur Zeit in China, um dort wohltätige Arbeit zu leisten, gehen wir in diesem Interview ein.