Vor wenigen Wochen ist in Taiwan der Film „Left Handed Girl“ („linkshändiges Mädchen“, Mandarin: „左撇子女孩“) erschienen. Der Film erzählt die Geschichte mehrerer Frauen aus drei Generationen einer taiwanischen Familie. Eine Mutter zieht mit ihren zwei Töchtern nach Taipei, um ein neues Leben zu beginnen. Während sie einen Essensstand auf einem Nachtmarkt eröffnet, beginnt ihre 18-jährige ältere Tochter an einem Betelnuss-Stand zu arbeiten. Die jüngste Tochter, etwa neun Jahre alt, streift derweil häufig unbeaufsichtigt über den Nachtmarkt und erlebt dort ihre eigenen Abenteuer. Bei Besuchen im Haus der Großeltern kommt es immer wieder zu Konflikten: Die Mutter gerät mit ihren Schwestern und Eltern aneinander, und die Großmutter schenkt ihrem einzigen Sohn deutlich mehr Liebe und Anerkennung als ihren Töchtern. Der abergläubische Großvater wiederum schimpft mit der jüngsten Enkelin, weil sie alles mit der linken Hand macht – der „Hand des Teufels“, wie er sagt.
Der Film hat bereits verschiedene internationale Preise gewonnen und wird Taiwan bei den Oscars in der Kategorie bester internationaler Film vertreten. Meine Kollegin Juliane Miller bespricht ihn mit mir in dieser Folge Kulturpanorama.