Taiwans Pro-Kopf-BIP erreicht Rekordhoch – Vermögensungleichheit nimmt zu
Taiwan steuert in diesem Jahr auf ein Rekordniveau des Pro-Kopf-BIP von über 1,26 Millionen NT-Dollar (rund 40.000 US-Dollar) zu. Ökonomen warnen jedoch, dass die zunehmende industrielle Ungleichentwicklung und der Bevölkerungsrückgang den Nutzen für Arbeitnehmer begrenzen könnten, berichtete Taiwans Presseagentur CNA Anfang Januar. Die Generaldirektion für Haushalt, Rechnungswesen und Statistik (DGBAS) korrigierte das reale BIP-Wachstum des vergangenen Jahres auf 7,37 %, den höchsten Wert seit 15 Jahren, vor allem getragen durch die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz. Für dieses Jahr wird ein moderateres Wachstum von 3,54 % erwartet.
Trotz des starken Wirtschaftswachstums sind die Erträge ungleich verteilt. Professor Wu Ta-jen (吳大任) von der National Central University erklärte, dass über 7 Millionen der 11 Millionen Beschäftigten im Dienstleistungssektor arbeiten, der nur wenig direkt mit Exporten verbunden ist. Demgegenüber stehen lediglich rund 300.000 Beschäftigte in der Halbleiterindustrie und etwa 1 Million im weiteren Elektroniksektor. Wu warnte vor einer sich verschärfenden K-förmigen Industrialisierung, bei der Hightech-Exporte florieren, während Dienstleistungs- und traditionelle Branchen zurückbleiben. Er forderte staatliche Maßnahmen zur Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten und zur Stärkung der Binnennachfrage, insbesondere für gering bezahlte Beschäftigte im Dienstleistungssektor.
70 % der Büroangestellten in Taiwan unzufrieden mit ihrem Arbeitsplatz
Mehr als 70 % der Büroangestellten geben an, nicht an einem „glücklichen Arbeitsplatz“ zu arbeiten, wie eine Anfang Januar veröffentlichte Umfrage der 1111 Job Bank zeigt. Laut der taiwanischen Presseagentur CNA liegt der Glücksindex der Beschäftigten bei 53 Punkten, nach 57 Punkten im Vorjahr. Nur 26,5 % der Befragten fühlen sich bei der Arbeit glücklich, während 73,5 % ihre Unternehmen nicht als glückliche Arbeitsplätze einstufen.
Job-Bank-Sprecherin Huang Jo-wei (黃若薇) nannte den wirtschaftlichen Druck als Hauptgrund für die sinkende Moral. Zwar hätten einige Unternehmen die Gehälter erhöht, doch steigende Lebenshaltungskosten hätten diese Zugewinne wieder aufgezehrt. Gleichzeitig habe die schnelle Einführung von KI zu höherem Arbeitsdruck und steigenden Effizienzanforderungen geführt. Hauptursache der Unzufriedenheit seien laut Umfrage Gehaltsfragen, darunter lange Zeiträume ohne Lohnerhöhungen, zu geringe Anpassungen, unterdurchschnittliche Bezahlung sowie niedrige Jahresendboni. Auch übermäßige Arbeitsbelastung wurde häufig genannt.
NVIDIAs bevorzugter Chipfertiger TSMC übertrifft Umsatzschätzungen
Der Umsatz der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) lag über den Erwartungen und stärkt damit die Hoffnung auf anhaltend hohe globale #KI-Ausgaben im Jahr 2026 – trotz Sorgen über eine mögliche Branchenblase. Das berichtete Bloomberg News. Der wichtigste Chipfertiger für #Nvidia Corp. meldete für das Dezemberquartal einen Umsatzanstieg von rund 20 % auf 1,05 Billionen NT-Dollar (33,1 Mrd. US-Dollar), basierend auf Berechnungen aus den monatlichen Zahlen. Das liegt über der durchschnittlichen Prognose von 1,02 Billionen NT-Dollar.
TSMC gehört zu den größten Profiteuren des KI-Booms nach #ChatGPT, da das Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Herstellung fortschrittlicher KI-Beschleuniger spielt. Globale #Technologie-Giganten von Microsoft Corp. bis Meta Platforms Inc. investieren gemeinsam mehr als 1 Billion US-Dollar in #Rechenzentrums-Projekte, um vom wachsenden KI-Einsatz zu profitieren. #Investoren befürchten jedoch, dass die aufgebaute Kapazität die tatsächliche Nutzung übersteigen könnte.
TSMC meldet Rekordumsatz für 2025 – Plus von über 31 %
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) erzielte 2025 einen neuen Rekord bei den Jahresumsätzen. Der konsolidierte Umsatz stieg um 31 % gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2024. Der weltweit größte Auftragsfertiger für Chips teilte mit, dass der Umsatz 2025 3,81 Billionen NT-Dollar erreichte, gegenüber 2,89 Billionen NT-Dollar im Vorjahr.
Analysten führen das Wachstum auf die anhaltend starke globale Nachfrage nach KI-Anwendungen zurück, die die Auslieferungen fortschrittlicher Chips von TSMC deutlich erhöhte. Zusätzlich profitierte das Unternehmen von einer Erholung der Nachfrage außerhalb des KI-Sektors.