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Zwischen Weltuntergang und Hoffnung: Religiöse Bewegungen im republikanischen China

Dr. Felix Erdt in einer Ausstellung des Institute of Modern History an der Academia Sinica. (Foto: Alexander Kunz)
Dr. Felix Erdt in einer Ausstellung des Institute of Modern History an der Academia Sinica. (Foto: Alexander Kunz)

Millionen Anhänger, Endzeitvorstellungen, Selbstkultivierung und das alles im China der 1920er- und 1930er-Jahre. In dieser Folge von „Wissenschaft Made in Taiwan“ geht es um religiöse Bewegungen, die heute kaum noch bekannt sind, aber einst eine enorme gesellschaftliche Bedeutung hatten.

Der Sinologe Dr. Felix Erdt spricht über sogenannte Redemptive Societies: religiöse Gemeinschaften, die in einer Zeit von Krieg, politischem Chaos und sozialer Unsicherheit Antworten auf eine zentrale Frage boten: wie geht es weiter? Ihre Zukunftsbilder reichten vom nahenden Weltende bis zur Vision eines neuen goldenen Zeitalters. Dabei ging es nicht nur um Glauben, sondern um ganz konkrete Praxis: Meditation, Moral, Gemeinschaft und soziale Hilfe dort, wo der Staat versagte.

Warum galten diese Gruppen lange als „Aberglaube“? Weshalb hatten sie dennoch Millionen Mitglieder? Und warum existieren einige von ihnen bis heute, auch in Taiwan, Nordamerika oder Afrika?

Im Gespräch geht es außerdem um Forschung zwischen Deutschland und Taiwan, um die Arbeit an der Academia Sinica und um ganz praktische Fragen: Wie studiert man Sinologie sinnvoll? Worauf sollten Studierende achten, die sich für China-Studien interessieren? Und warum kann Taiwan ein besonders guter Ort für Forschung und Studium sein?

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