Inflation in Taiwan sinkt auf niedrigsten Stand seit fünf Jahren
Die Verbraucherpreise in Taiwan sind im Januar nur noch um 0,69 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen – der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Das teilte Taiwans Statistikamt (DGBAS) mit. Die Kern-Inflation, ohne Energie sowie Obst und Gemüse, lag bei 1,24 Prozent und damit weiterhin unter der von der Zentralbank gesetzten Warnschwelle von zwei Prozent. Nach Angaben der Behörde ist der moderate Anstieg vor allem auf einen niedrigen Vergleichswert aus dem Vorjahr zurückzuführen, als das Mondneujahrsfest in den Januar fiel. Insgesamt gelten die Preissteigerungen als stabil. Deutlich teurer wurden einzelne Güter: Die Preise für wichtige Konsumwaren stiegen um gut drei Prozent, Eier verteuerten sich sogar um mehr als 18 Prozent. Auch Restaurantpreise legten erneut um über drei Prozent zu, der Anstieg schwächt sich jedoch ab. Die Mieten stiegen erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder unter zwei Prozent. Für Februar wird ein etwas höherer Wert erwartet, insgesamt bleibt die Inflation aber gedämpft.
Supermicro erhält ersten syndizierten Milliardenkredit in Taiwan
Der US-amerikanische KI-Serverhersteller Super Micro Computer, kurz Supermicro, hat in Taiwan erstmals einen syndizierten Kredit in Höhe von 1,77 Milliarden US-Dollar aufgenommen. Das teilte die CTBC Bank mit, die als federführendes Institut fungierte. Insgesamt beteiligten sich 21 in- und ausländische Banken. Die Nachfrage überstieg das Kreditvolumen um fast das 1,8-Fache – ein Zeichen für das hohe Vertrauen der Finanzinstitute in die Geschäftsentwicklung und Profitabilität des Unternehmens. Supermicro zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Hochleistungsrechnern sowie KI- und Edge-Computing-Lösungen, die vor allem in Rechenzentren und für KI-Anwendungen eingesetzt werden. Angesichts der stark wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur stärkt das Unternehmen seine Marktposition weiter. Die Wahl Taiwans als Finanzierungsstandort gilt als Vertrauensbeweis für den lokalen Finanzmarkt. Firmengründer Charles Liang, gebürtig aus Taiwan, wurde von der Bank als „Stolz Taiwans“ gewürdigt.
Taiwans Exporte steigen im Januar auf neuen Rekordwert
Taiwans Exporte sind im Januar im Jahresvergleich um fast 70 Prozent gestiegen und haben mit 65,8 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand erreicht. Damit verzeichnet das Land den 27. Monat in Folge Exportwachstum, teilte das Finanzministerium mit. Auch die Importe legten deutlich zu, sodass ein Handelsüberschuss von knapp 19 Milliarden US-Dollar entstand. Haupttreiber waren erneut Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechner und Cloud-Dienste. Besonders stark wuchsen Ausfuhren von IT-, Audio- und Videoprodukten sowie elektronischen Bauteilen, allen voran integrierte Schaltkreise. Aber auch klassische Industrien wie Maschinenbau und Metallverarbeitung profitierten von der hohen Nachfrage. Größter Abnehmer waren die USA, gefolgt von China und Hongkong. Auch Exporte nach Südostasien und Europa erreichten neue Rekordwerte. Das Finanzministerium verweist zudem auf einen niedrigen Vergleichswert im Vorjahr wegen des Mondneujahrsfests. Insgesamt bleibt der Exporttrend klar aufwärtsgerichtet.
Foxconn meldet Rekordumsatz im Januar und optimistische Quartalsprognose
Der taiwanische Elektronikkonzern Foxconn, besser bekannt als Foxconn, hat im Januar einen Rekordumsatz erzielt und blickt überraschend optimistisch auf das erste Quartal. Der Umsatz belief sich auf rund 730 Milliarden Taiwan-Dollar, ein Plus von mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr – der höchste Januarwert in der Unternehmensgeschichte. Zwar lag der Umsatz unter dem Dezemberwert, doch vor allem Lieferungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz sorgten für kräftiges Wachstum. Besonders Cloud- und Netzwerkprodukte profitierten von der starken Nachfrage nach KI-Anwendungen. Auch Komponenten für das Kerngeschäft entwickelten sich positiv. Für das laufende Quartal rechnet Foxconn mit einer besseren Entwicklung als üblich für diese Jahreszeit. Ausschlaggebend sind weiter steigende Auslieferungen von KI-Servern sowie eine unerwartet starke Nachfrage nach Produkten für Endverbraucher. Damit dürfte das erste Quartal die saisonalen Durchschnittswerte der vergangenen fünf Jahre übertreffen.
Starlux Airlines startet Direktflüge von Taiwan nach Prag
Die taiwanische Fluggesellschaft Starlux Airlines nimmt am 1. August erstmals Direktflüge nach Europa auf. Ziel ist Prag, wie der Flughafen der tschechischen Hauptstadt mitteilte. Zunächst sind drei Hin- und Rückflüge pro Woche zwischen Taipeh und Prag geplant – jeweils dienstags, donnerstags und samstags. Ab Oktober soll das Angebot auf vier wöchentliche Verbindungen ausgeweitet werden.
Eingesetzt wird ein Airbus A350-900 mit 306 Sitzplätzen in vier Klassen, von der First Class bis zur Economy Class. Der Prager Flughafen rechnet im ersten Betriebsjahr mit mehr als 95.000 Passagieren auf der neuen Strecke.
Starlux-Chef Glenn Chai erklärte, Prag sei ein beliebtes Reiseziel für Taiwaner, zudem stärkten wachsende Beziehungen in der Halbleiterindustrie die Nachfrage. Über Taipeh bietet Starlux zudem zahlreiche Anschlussflüge zu Zielen in ganz Asien. China Airlines hatte bereits 2023 Direktflüge nach Prag aufgenommen.