King Liu, Gründer der taiwanischen Fahrradmarke Giant, im Alter von 93 Jahren gestorben
King Liu (劉金標), Gründer des führenden taiwanischen Fahrradherstellers Giant Group, ist am frühen Montag im Alter von 93 Jahren gestorben, teilte das Unternehmen mit.
In einer Erklärung betonte Giant, dass Liu, der das Unternehmen 1972 gründete, nicht nur dessen Gründer, sondern auch ein richtungsweisender Leiter gewesen sei, der die Organisation vorantrieb und gleichzeitig stets auf seine Mitmenschen achtete.
„Durch sein starkes Engagement für Qualität und eine klare langfristige Vision führte er das Unternehmen auf die globale Bühne und trug dazu bei, dass die Welt die Stärke und Leistungsfähigkeit der taiwanischen Fahrradindustrie anerkennt“, hieß es in der Mitteilung.
Giant erklärte, Liu habe sein Leben den Fahrrädern gewidmet und daran geglaubt, dass sie eine bedeutungsvolle Lebensweise verkörpern.
„Er wurde weithin als lebenslanger Verfechter der Fahrradkultur respektiert und blieb eine tief einflussreiche Persönlichkeit für Kollegen, Partner und Radfahrer über Generationen hinweg“, so das Unternehmen.
Liu erhielt den Spitznamen „Missionar der Fahrräder“, eine Beschreibung, die laut Giant zu den nachhaltigsten Eindrücken in der Öffentlichkeit von ihm geworden sei.
Taiwans Exporte in die USA übertreffen im Dezember die Chinas
Neue US-Handelsdaten zeigen, dass Taiwan im Dezember mehr Waren in die Vereinigten Staaten exportierte als China. Taiwans Lieferungen stiegen auf fast 24,7 Milliarden US-Dollar. Auf Jahressicht lag China zwar weiterhin vorn, doch Taiwans jährliche Exporte in die USA schnellten auf über 201 Milliarden US-Dollar hoch – deutlich mehr als im Vorjahr.
Veränderte Zollpolitiken unter den jüngsten US-Regierungen haben die Handelsströme neu geordnet, wobei Taiwan von Ausnahmen für Schlüsselprodukte wie Halbleiter profitierte. Ein neues Abkommen, das die allgemeinen Zölle auf taiwanische Waren auf 15 % senkt, dürfte die Exporte weiter ankurbeln – insbesondere angesichts der starken Nachfrage nach KI-bezogenen Produkten. Ökonomen zufolge ist unterdessen nicht mit einer Erholung der chinesischen Exporte in die USA zu rechnen, da die amerikanischen Zölle auf chinesische Waren weiterhin hoch bleiben.
Prognose für Taiwans BIP-Wachstum 2026 auf 7,71 % angehoben
Die taiwanische Regierung hat ihre BIP-Wachstumsprognose für 2026 deutlich auf 7,71 % angehoben. Treiber sind die starke weltweite Nachfrage nach KI-bezogenen Produkten sowie eine geringere Handelsunsicherheit nach einem neuen Abkommen mit den Vereinigten Staaten. Offizielle Stellen erklärten, dass die Wirtschaft trotz der hohen Vergleichsbasis durch das Wachstum von 8,63 % im Jahr 2025 voraussichtlich ihre starke Dynamik beibehalten werde.
Taiwans Statistikamt (DGBAS) prognostiziert zudem kräftige Zuwächse bei Exporten, Importen, privaten Investitionen und dem privaten Konsum, gestützt durch den umfangreichen Ausbau der Halbleiterindustrie und steigende Löhne. Die Inflation soll mit 1,68 % moderat bleiben. Für 2026 wird erwartet, dass Taiwans BIP die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreitet, während das Pro-Kopf-BIP auf über 44.000 US-Dollar steigen soll.
Foxconn und HCL beginnen Bau einer Chipfabrik im Wert von 13,1 Mrd. NT$ in Indien
Taiwans Foxconn und die indische HCL Group haben mit dem Bau einer Halbleiterfabrik im Wert von 13,1 Milliarden NT$ (403 Millionen US-Dollar) in Greater Noida im Bundesstaat Uttar Pradesh begonnen. Das Joint Venture „India Chip Pvt Ltd“ wird als OSAT-Anlage (Outsourced Semiconductor Assembly and Test) betrieben und soll 2028 den Betrieb aufnehmen. Geplant ist die Produktion von Display-Treiber-ICs mit einer Kapazität von 20.000 Wafern pro Monat.
Während der Zeremonie betonte Indiens Premierminister Narendra Modi die Bedeutung einer heimischen Chipproduktion für die nationale Eigenständigkeit und verwies auf Verwundbarkeiten, die während der COVID-19-Pandemie deutlich wurden. Das Projekt ist das sechste im Rahmen der India Semiconductor Mission genehmigte Vorhaben und unterstreicht Indiens Bestreben, seine Rolle in der globalen Elektronikfertigung auszubauen.